CDU beerdigt Fahrradzone

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In der Bauausschusssitzung am letzten Dienstag, 18.4, hat die Fraktion der Grünen einen Antrag gestellt, um die Verwaltung zu beauftragen, sich um Fördergelder für eventuelle Umbaumaßnahmen in der Bäckstraße für den geplanten Verkehrsversuch „Fahrradzone Geseker Innenstadt“ zu bemühen. Obwohl es nicht einmal darum ging, eine Entscheidung über diesen Verkehrsversuch zu treffen (er war eigentlich längst beschlossen!) lehnte die CDU den Antrag mit der Begründung ab, man sei eh gegen die Fahrradzone. Eine Entscheidung, die wir für falsch halten.

Wir, Politik, Verwaltung und ein externes Planungsbüro, haben uns lange Zeit genommen, um gemeinsam ein Integriertes Mobilitätskonzept für die Geseker Innenstadt zu erarbeiten. Die Fahrradzone, deren Sinn wir an anderer Stelle schon ausführlich dargelegt haben, ist ein integraler Bestandteil dieses Konzeptes. Man sollte sich nicht der Vorstellung ergeben, das Mobilitätskonzept wie eine Speisekarte zu sehen, bei der man als Vorspeise die Tomatensuppe, als Hauptgang das Wiener Schnitzel und zum Nachtisch ein Schokoladeneis nimmt. Die Bestandteile des Konzeptes greifen an vielen Stellen ineinander und bedingen sich gegenseitig. Ohne die auch für den Autoverkehr regulierende Wirkung der Fahrradzone, sind auch einige der anderen Maßnahmen in der Innenstadt wirkungslos oder in ihrer Wirkung zumindest stark bedingt.

Die naheliegende Frage wäre jetzt also, warum wir viel Geld und Mühe in die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes gesteckt haben, dass wir jetzt stumpf ignorieren. Konsequenterweise haben sich in der Ausschusssitzung auch einzelne Ratsmitglieder der CDU zu dem Reinruf motiviert gesehen, man hätte sich das Konzept auch sparen können. Immerhin ehrlich.

Man muss sich fragen: Was wird am Ende von diesem Verkehrskonzept überhaupt noch übrig bleiben?